Nachdem wir uns mit Nina und Klaus über die Gestaltung des kommenden Tages im Klaren waren, tranken wir unser Bier leer und legten uns schlafen. Um 8 Uhr gingen wir zum Frühstück. Es war bereits bestes Ausflugswetter, Sonne satt! Wir stärkten uns am Frühstücksbuffet mit Crêpes, Früchten, Brot mit Marmelade und Butter sowie Kaffee und einem Saft, danach konnten wir starten. Die ersten paar Meter ging es durch einen Wald, ehe wir auf den richtigen Pfad kamen. Doch hier bereits das erste tierische Hindernis. Ein Bulle mit großen Hörnern bewegte sich auf unserem schmalen Pfad im Zeitlupentempo voran. Ein Vorbeikommen erschien uns ob des Kopfschmucks des Tieres zu riskant. So bedurfte es eines geschickten Überholmanöver durch stacheliges Gestrüpp und weiter.
| ein "tierisches" Hinderniss |
Bei strahlendem Sonnenschein und immer wieder einkehrendem starken Wind liefen wir beide Kreuze der Strecke auf ab und legten am zweiten eine Verschnaufpause ein, genossen die Ruhe und den Ausblick. Hier oben gab es außer uns vieren, der Sonne, dem Wind und etlichen Kakteen, nichts.
Die teilweise „mangelhafte“ Beschilderung in Form von gesprayten gelben Pfeilen machte uns die Wanderung nicht gerade einfacher. Und so kam es auch dass wir irgendwann vom rechten Weg abkamen und im Nirwana standen. Da wir ungefähr einschätzen konnten in welche Richtung es zurück gehen sollte ging es nun erst ein paar Meter auf dem Hosenboden nach unten und siehe da, plötzlich waren wir wieder auf dem richtigen Weg. Jetzt war es auch von der Temperatur her erträglicher, liefen wir den Rest komplett im Schatten der Berge bzw. der Bäume an einem Bächlein entlang. Kurz bevor wir wieder auf die asphaltierte Straße gelangen sollten, welche direkt zur Hosteria führte, mussten wir noch an einer Hacienda vorbei, die von einem Haufen Kühe und einem total unentspannten, vom bellen heißeren Hund bewacht wurde. Mit Kühen hatten wir nun bereits so unsere Übung; trafen wir auf dieser Wanderung doch immer wieder auf sie, jedoch war der Hund ein kleinwenig aggressiv drauf. Mit einem Stock und einigen notwendigen Steinwürfen, ob der zahnflätschenden Attacken verscheuchte Philip letzten Endes den Hund und so erreichten wir unversehrt die Straße. Da wir den Pool bereits „hörten“ mobilisierten wir unsere letzten Reserven und gaben nochmals Vollgas. Im Zimmer schnell der Griff nach der Badehose und mit einem Sprung ins kalte Nass. Dass tat gut.
| unser Pool |
Am Abend saßen wir dann; nachdem es Kässpätzle bzw. Pfeffersteak zum Abendessen gab, saßen wir um das Lagerfeuer herum, tranken gemütlich leckeres „PILSNER“ Bier und Cuba Libre für 1.50$.
Am nächsten Tag, es sollte bereits wieder der letzte in Vilcabamba sein, gingen Philip und ich alleine auf Wanderschaft. Eine einfache Tour zu einem Wasserfall sollte es heute sein. Die Hosteria schlug auf ihrer Wanderkarte vor, den Startpunkt mit einem Taxi an zu fahren, was die neuen zwei Vollblutswanderer und –schwaben gekonnt ignorierten. So liefen wir bereits knapp eine Stunde ehe die eigentliche Wanderung überhaupt begann. Der Hinweg war schattig und wurde als „leicht“ eingestuft, da wir allerdings wieder das „Pfeilproblem“ hatten, liefen wir schon auch mal geradeaus den Berg hinunter wo es eigentlich links entlang gegangen wäre. So angelten wir uns später wieder an dieser Stelle dank einer Liane zurück auf den richtigen Weg. Total nützlich diese Pflanze, Tarzan lässt grüßen!! Eine Flussüberquerung kurz vor dem Rückweg stellte sich dann als schwerer heraus als gedacht.
Am Flusslauf entlang sah man die Spuren welche bereits andere vor uns eingeschlagen hatten, allerdings war überall die Überquerung durch zu hohen Wasserstand unmöglich. Letztenendes fanden wir dann eine Stelle an der man mit einem kleinen Sprung eine tiefe Stelle überspringen konnte. Den letzten Teil des Flusses überquerten wir dann dank eines umgestürzten Baumstammes.
Ein letztes Mal ging es schweißtreibend Berghinauf ehe man danach nur noch Bergab den Füßen folgen musste. Auch heute spielte das Wetter mit und so liefen wir nach knapp 6 Stunden zufrieden aber erschöpft die Treppen zur Hosteria „IZHCAYLUMA“ hoch. Wieder kühlten wir unsere Körper im Pool. Nach dem Essen packten wir unsere Rucksäcke und bereiteten alles für die morgige Abreise Richtung Peru vor. Zwischen 6 und 6:30 Uhr sollte uns der Bus am Treppenaufgang abholen…
Die "Hosteria Izhcayluma" können wir besten Gewissens weiter empfehlen. Wer sich selbst ein genaueres Bild davon machen möchte, darf dies anhand deren Internetadresse gerne tun: http://www.izhcayluma.de/