Montagmorgen, in aller Frühe, sollte es endlich losgehen: Galapagos –ein lang gehegter Traum nur noch Stunden entfernt. Überpünktlich stellte ich mich den Besonderheiten des Quitoer Flughafens und musste dann mit vielen anderen Passagieren weitere eineinhalb Stunden Verzögerung in Kauf nehmen. Aufgeregt fuchtelten die ungeduldigen Geschäftsleute, deren Ziel der Zwischenstopp Guayaquil war, am Boardingschalter den Mitarbeiterinnen mit ihren Flugtickets im Gesicht herum bis endlich Flug Nr. 191 aufgerufen wurde. Nach weiteren drei Stunden sicher auf der Isla Baltra gelandet, traute ich ob des dortigen Terminals meinen Augen nicht: Eine bessere Bretterbude stellte einen Flughafen dar den jährlich etwa 100.000 Besucher frequentieren. Um auf die Hauptinsel Santa Cruz zu gelangen bedurfte es zweier Busfahrten und einer Bootsübersetzung. Hier wie da das Selbe wie in Quito: Halsbrecherische Fahrmanöver zu Wasser und auf der Straße -die allerdings nur die Touristen aus der Ruhe bringen. Gebannt starrte ich während der Fahrt nach draußen und wartete auf meine erste Tiersichtung. Was würde es wohl sein? -Kühe, war die schlichte und wenig begeisternde Antwort…
Endlich in Puerta Ayora angekommen schaffte ich es mir die schäbigste Unterkunft am Platz auszusuchen. Immerhin war der Gastgeben so freundlich mir sein Fahrrad für 5$ (1/3 des Preises der umliegenden Anbieter) den Rest des Tages zu überlassen, so dass ich die Insel bergauf beradelte und auf Höhe Santa Rosa die dortigen Lavatunnel erkundete.
„Morgenstund hat Gold im Mund“. Oder in meinem Fall erst mal ungebetene Krabbeltiere, welche mein Bettdeck munter säumten. Es war wohl eher meine Gestik, denn meine spanische Argumentation, welche mir ein neues, sauberes Zimmer und einen Preisnachlass bescherten. Frischauf zog ich nach dem Wechsel von dannen mit Ziel „Bahia Tortuga“ und rannte übermotiviert erst mal an zwei Hinweisschildern vorbei munter die Straße entlang ins Nichts. Mit einer neuen Blase am Fuß machte der Rückweg gleich doppelt so viel Spaß und eine gute Stunde später war ich auch endlich am Ziel angekommen. Vor mir lag durch und durch feiner weißer Sand und die ersten Tiere erspähten die Objektive meiner zwei Kameras.
In einer Seitenlagune erwischte ich hinter einem Gebüsch dann erst mal die mir bestbekannteste Spezies beim morgendlichen Fortpflanzungsritual. Doch danach dann endlich die ersten Echsen, Blaufußtölpel und Krustentiere. Mir gefiel es dort schließlich so gut, dass ich gleich am nächsten Morgen nochmals den Strand aufsuchte, ehe ich mich mittags auf eine Tags zuvor gebuchte Schnorcheltour begab. Für Erheiterung sorgte dort unser japanischer Teilnehmer, welcher fast jedes gesichtete Tier schon einmal verspeist hatte und genauestens über den Geschmack ihrer Geschlechtsteile zu berichten wusste. Während ich also aufgeregt genoss, wie dutzende Seelöwen neugierig um unsere Truppe herumschwammen und auf Tuchfühlung kamen, muss der Japaner sich eher wie bei „Tischlein deck dich“ vorgekommen sein.
| Die "Yate Darwin". |
Donnerstagmorgen dann endlich Start der fünftägigen Bootstour. 16 Reisende aus England, Holland, Belgien, USA, Australien, Neuseeland und Deutschland hatten sich samt 6 Crew Mitgliedern und unserem Guide auf der „Yate Darwin“ eingefunden. Mir wurde David, eine etwa 120kg mächtige Erscheinung aus Australien, als Kajütengenosse zugewiesen. Die Frage der Bettenverteilung war in Anbetracht meiner Zweifel am Material des Stockbettes und dem verfügbaren Raum zwischen Bett und Decke, schnell gelöst.
Auf der „Yate Darwin“ waren wir immer bestens versorgt. Mit Alberto hatten wir einen ausgezeichneten und kundigen Führer, die Crew war stets um unser Wohl bemüht und es gab drei aufwendige und leckere Mahlzeiten am Tag. Sollte jemand ebenfalls einmal auf die Inseln wollen, so kann ich dieses Schiff nur empfehlen! Allein schon das Gefühl morgens in einer blautürkisen Meerbucht aufzuwachen, umrahmt von weißen Sandbänken und purschwarzen Klippen war einzigartig.
Auf der „Yate Darwin“ waren wir immer bestens versorgt. Mit Alberto hatten wir einen ausgezeichneten und kundigen Führer, die Crew war stets um unser Wohl bemüht und es gab drei aufwendige und leckere Mahlzeiten am Tag. Sollte jemand ebenfalls einmal auf die Inseln wollen, so kann ich dieses Schiff nur empfehlen! Allein schon das Gefühl morgens in einer blautürkisen Meerbucht aufzuwachen, umrahmt von weißen Sandbänken und purschwarzen Klippen war einzigartig.
Die Inselbegehungen waren voller neuer und nachhaltiger Eindrücke. Wir erkundeten Santa Cruz, Santa Fe, Española und Floreana. Flora und Fauna beeindruckten mich fast ebenso wie die große Anzahl Tiere, die fast ohne Scheu beobachtet und fotografiert werden konnten. An Land und in der Luft habe ich unter anderem die Galapagos-Reisratte, diverse Möwen, Greifvögel, Blaufußtölpel, Nazca-Tölpel, Rotfußtölpel, diverse Reiher, Rosaflamingo, Pelikane, (Darwin-)Finken, Albatrosse, Galápagos-Riesenschildkröte, Meerechsen, Galapagos-Seelöwen, Mähnenrobbe, Landleguane, Echsen, Geckos, Nattern, diverse Krabben und so weiter, sehen können. Viele auch mit Jungtieren. Unvergesslich morgens durch Scharen von Seelöwen zu spazieren oder den Albatrossen beim Jagen zuzusehen. Wer im Übrigen Disneys Zeichentrickfilm „Bernard & Bianca“ kennt, dem sei gesagt, dass die Darstellung der Albatrosse unübertroffen gekonnt dort animiert ist! Selten habe ich so unbeholfene Tiere an Land gesehen und mich scheckig über ihre Start- und Landeversuche gelacht.
Unvergessen auch die Eindrücke von den Schnorchelgängen. Fische in allen Farben, eintauchen in sich symmetrisch bewegende Schwärme, Delphinsichtungen, die Eleganz von Meeresschildkröten und Rochen unter Wasser zu erleben und das unbeschwerte Spiel der Seelöwen, die sich uns bis auf Zentimeter näherten –atemberaubend! Ebenso die Haikontakte. Auch wenn mir unser Guide wieder und wieder eintrichterte, dass diese Riff- und Hammerhaie ungefährlich für Menschen seien, so beschlich einen spätestens nach dem wir einen abklingenden Haibiss bei einem Seelöwen aus nächster Nähe begutachten konnten, ein ungutes Gefühl. Als ich beim Abtauchen an einem Riff dann plötzlich einen 2m großen Riffhai eine Armlänge vor mir Aug in Aug hatte gefror mein Körper für Sekunden. Ich glaube nur an einer Stelle wurde es kurz warm…
Unvergessen auch die Eindrücke von den Schnorchelgängen. Fische in allen Farben, eintauchen in sich symmetrisch bewegende Schwärme, Delphinsichtungen, die Eleganz von Meeresschildkröten und Rochen unter Wasser zu erleben und das unbeschwerte Spiel der Seelöwen, die sich uns bis auf Zentimeter näherten –atemberaubend! Ebenso die Haikontakte. Auch wenn mir unser Guide wieder und wieder eintrichterte, dass diese Riff- und Hammerhaie ungefährlich für Menschen seien, so beschlich einen spätestens nach dem wir einen abklingenden Haibiss bei einem Seelöwen aus nächster Nähe begutachten konnten, ein ungutes Gefühl. Als ich beim Abtauchen an einem Riff dann plötzlich einen 2m großen Riffhai eine Armlänge vor mir Aug in Aug hatte gefror mein Körper für Sekunden. Ich glaube nur an einer Stelle wurde es kurz warm…
Nach acht Tagen auf Galapagos, davon fünf an Bord, kehrte ich am Montag wieder zurück. Was bleibt sind bleibende Eindrückende und viele schöne Bilder. Es bleibt zu hoffen, dass die Einzigartigkeit dieses Naturschatzes weiter bewahrt werden kann und sich noch viele Menschen unbeschwert an ihr erfreuen können.
Wer abseits der Naturereignisse noch mehr Eigenheiten über die Galapagos-Inseln erfahren möchte, dem lege ich nachfolgende Links ans Herz:
-Galapagos-Affäre: http://de.wikipedia.org/wiki/Gal%C3%A1pagos-Aff%C3%A4re
Eine Geschichte mit deutscher Beteiligung über den Traum vom Leben im Paradies, Intrigen und dem ungelösten Verschwinden und Versterben einiger Inselbewohner. Hitchcock-verdächtig…
Eine Geschichte mit deutscher Beteiligung über den Traum vom Leben im Paradies, Intrigen und dem ungelösten Verschwinden und Versterben einiger Inselbewohner. Hitchcock-verdächtig…
-Insel Floreana, Post-Office Bay: http://www.galapagos-kreuzfahrten.eu/galapagos-inseln/post-office-bay-floreana-galapagos.html