"Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen"

Johann Wolfgang von Goethe

Mittwoch, 14. September 2011

Wanderung zum "Rucu Pichincha"


Sonntag, 11.09.2011. Philip war bereits vor mir wach da um 7:00Uhr unserer Zeit die blauen Götter gegen den Ball traten. Unsere Kickers empfingen zuhause die Eintracht aus Frankfurt. Da ich morgens um 5:00Uhr bereits zum SKYPEN aufgestanden war und mich danach nochmals hinlegte, verschlief ich die ersten 45 Minuten und somit auch das erste Kickers Tor. Gegen 8:00Uhr fingen wir dann an uns auf den Tag vorzubereiten. Nebenher verfolgten wir den erneuten 3:2 Heimsieg unserer Blauen. !! ESS VAU KAA!! Wir packten Äpfel, Wasser und für jeden ein Brötchen ein und verließen bei gutem Wetter das „Casa Amaru. Nach langem Fußmarsch kamen wir am „telefèrico“  und am „Volqano Park“ ein. Für 8.50$ bekam man ein Ticket „Adulto Express“ für die Gondel. Naja „los extranjeros“ haben es ja auch!  „Express“ stand in diesem Fall nicht für eine schnellere Fahrt, sondern für die Anstellzeit. Einheimische welche nur die Hälfte zahlten standen in der rechten Reihe, wir liefen links vorbei und kamen mit der übernächsten Gondel bereits auf den Berg! 

Blick aus der Gondel auf Quito
So durften wir also wenige Minuten nach dem Ticketkauf auch schon Quito von oben begutachten. Das Wetter blieb bisher stabil und so sah man eine sonnenüberflutete Stadt. Wir machten uns sogleich auf Richtung Bergspitze.
Gleich zu Beginn gab es eine „Grillhütte“ an der gegrillte Hähnchen mit Spießen als verschiedenem Fleisch und Kartoffel verkauft wurden. Etwas weiter konnte man sich dann Pferde zum Ausritt mieten oder sich in typischer Landeskleidung mit Lamas fotografieren lassen. Wir konnten uns beide gerade noch gegenseitig von diesen unglaublichen Angeboten abhalten und liefen weiter. Der „telefèrico“ hatte uns auf 4.100m gebracht und bis zur Spitze waren es noch gut 600 Höhenmeter! Im „lonley planet“ lasen wir dass man diese Tour nicht sofort am Anfang eines Urlaubs in Quito machen soll, nun merkten wir auch warum. Wir konnten uns anstrengen wie wir wollten, aber die Lunge wurde nicht so mit Sauerstoff gefüllt wie man es gewöhnt war und wie man es wollte. Doch wenn man sich die Puste gut einteilt und nicht versucht die Berge hoch zu rennen war man gut dabei und so überholten wir immer und immer wieder andere Mitwanderer. Teils wunderten wir uns was denn nun genau diese Person auf solchen einem Berg wohl suche, konnte man den Sandahlen oder den Turnschuhen ohne Profil keine Bergtauglichkeit zusprechen. Immer wieder gab es steile Anstiege, die nur mit schmalen Laufpfaden zu bewerkstelligen war. Gegen Ende durfte dann auch noch ein kleinwenig geklettert werden. Als wir kurz vor dem Ziel waren und uns bei rüstigen Rentner aus England erkundigten wie weit es noch sei, rieten uns diese ab weiter zu gehen. Zwar seien wir bereits dicht vor dem Ziel, jedoch würde sich der Himmel langsam zu ziehen und im Endeffekt würden wir nicht viel von der Aussicht haben. So beschlossen wir an Ort und Stelle die Füße zu kühlen, die Aussicht zu genießen und den restlichen Proviant zu essen. Der Rückweg ging selbstverständlich schneller als der Hinweg und kurz vor der „Grillhütte“ fand ich noch 20$ auf dem Boden. Da weit und breit kein Fundbüro zu sehen war, investierten wir einen Teil gleichmal in ein gutes Mittagessen an der Hütte.

Pollo con carne y papas
Beim verlassen des Berges durften wir wieder schön an allen vorbei und mit der nächsten Gondel in die Stadt fahren. Als wir wieder in „Casa Amaru“ waren duschten wir kurz und brachen nochmals auf gen Norden. Am kommenden Tag flog Philip auf die Galapagos Inseln und so testeten wir den Weg mit dem Bus zum Flughafen. Hier mal ein kleiner Gruß an die SSB und ihre „Fahrpreisentscheider“. Eine Fahrt kostet hier von A nach Z 0.25$. Egal wo ich ein- und wo ich aussteige!!
Die „Metro Linie“; mit der wir fuhren, hat ihre eigene Spuren was den Fahrer veranlasste alles aus dem Bus heraus zu holen was nur ging! Tolle und günstige Art der Vorbewegung. Am Abend packte Philip dann seinen Rucksack. Nun ist Philip bereits auf den Galapagos Inseln gelandet und hat sein neues Quartier bezogen. Wir können gespannt sein was er zu schreiben hat und was es dort zu knipsen gibt.

In diesem Sinne einen schönen guten Morgen nach Deutschland!